Pimpern69.de präsentiert sich als Erotik- und Kontaktplattform für schnelle Treffen in der Umgebung. Bereits auf der Startseite fallen jedoch die vielen auffällig professionellen Bilder und die stark sexualisierte Darstellung auf. Im Mitgliederbereich zeigte sich schnell, dass zahlreiche Profile nur sehr wenige persönliche Informationen enthalten und viele Fotos eher generisch wirken. Besonders kritisch: Schon kurz nach der Registrierung traf trotz kaum ausgefülltem Profil eine erste Nachricht ein – ein Muster, das man von fragwürdigen Datingportalen kennt.
Hinzu kommt ein interessanter Punkt in der Datenschutzerklärung. Dort wird ausdrücklich erwähnt, dass KI-Systeme zur Unterstützung der Nutzerbetreuung eingesetzt werden. Zwar wird nicht direkt von moderierten Chats oder fiktiven Profilen gesprochen, dennoch sorgt diese Formulierung bei einem Erotikportal natürlich für zusätzliche Skepsis. Auch die Kostenstruktur sollte man genau prüfen. Die Premium-Mitgliedschaften verlängern sich automatisch und müssen aktiv gekündigt werden. Insgesamt hinterließ Pimpern69.de in unserem Test daher einen eher kritischen Eindruck. Eine klassische Fake-Chat-Abzocke lässt sich zwar nicht eindeutig beweisen, dennoch gibt es mehrere Punkte, die Nutzer vorsichtig machen sollten.
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Die Plattform wirkt optisch wie ein typisches Casual-Dating-Portal: große Frauenbilder, auffällige Farben und direkte Werbung für schnelle Treffen. Bereits auf der Startseite wird stark mit attraktiven Profilfotos gearbeitet, während Informationen zu Funktionen oder tatsächlichen Erfolgschancen in den Hintergrund rücken. Insgesamt entsteht schnell der Eindruck, dass vor allem emotionale Aufmerksamkeit erzeugt werden soll. Die Registrierung selbst läuft unkompliziert ab. Geschlecht auswählen, Altersgruppe festlegen und anschließend ein Benutzerkonto anlegen. Innerhalb weniger Minuten befindet man sich bereits im Mitgliederbereich. Dort fällt allerdings auf, dass viele Profile nur oberflächlich ausgefüllt sind. Interessant wurde für uns vor allem die Datenschutzerklärung. Dort findet sich folgender Abschnitt:
„Wir können Systeme zur Unterstützung der Nutzerbetreuung einsetzen, die sich künstlicher Intelligenz bedienen.“
Diese Formulierung bestätigt zwar keine klassischen Moderatorenprofile, zeigt aber deutlich, dass technische Systeme zur Kommunikation und Nutzerbetreuung eingesetzt werden können. Gerade bei Erotikportalen sorgt das natürlich für zusätzliche Fragen hinsichtlich echter Interaktionen.
Im Mitgliederbereich werden zahlreiche Mitglieder aus der jeweiligen Umgebung angezeigt. Die Bilder sind zunächst verpixelt und können erst mit Premium-Funktionen vollständig betrachtet werden. Auffällig war in unserem Test, dass viele Profile nur sehr wenige persönliche Angaben enthielten. Oft bestehen die Accounts lediglich aus einem Bild, wenigen Schlagworten und einem kurzen Standort. Bereits kurz nach der Registrierung erhielten wir trotz fast leerem Profil eine erste Nachricht. Das allein ist zwar noch kein eindeutiger Scam-Beweis, wirkt bei solchen Plattformen jedoch immer etwas auffällig. Zusätzlich machten viele Profilbilder einen stark bearbeiteten oder generischen Eindruck, wodurch die Echtheit einzelner Accounts schwer einschätzbar bleibt.
Positiv ist immerhin, dass die Navigation relativ einfach gehalten ist und die Plattform technisch funktionierte. Wer jedoch echte und ausführliche Profile erwartet, dürfte hier eher enttäuscht werden. Insgesamt hinterließ der Mitgliederbereich einen eher oberflächlichen Eindruck mit Fokus auf schnelle Kontaktaufnahme statt auf ernsthafte Kommunikation.
Spätestens bei den Premium-Funktionen zeigt sich das eigentliche Geschäftsmodell der Plattform. Für das Schreiben und Lesen von Nachrichten ist eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft notwendig. Angeboten werden mehrere automatisch verlängernde Abos. Das 4-Wochen-Abo kostet 12,49 € pro Woche, während das 12-Wochen-Abo mit 7,49 € pro Woche beworben wird. Zusätzlich existiert ein 24-Wochen-Abo für 6,99 € pro Woche. Die Preise wirken auf den ersten Blick niedriger, tatsächlich summieren sich die Kosten über die gesamte Laufzeit jedoch schnell auf einen deutlich höheren Gesamtbetrag.
Kritisch sehen wir vor allem den Hinweis, dass sich die Premium-Mitgliedschaft automatisch verlängert, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird. Laut Plattform beträgt die Kündigungsfrist nach der ersten Vertragslaufzeit 30 Tage. Nutzer sollten daher genau prüfen, welches Paket sie auswählen und ob sich die Kosten langfristig wirklich lohnen.
Paidwings AG
Turmstrasse 28
6312 Steinhausen
Schweiz
Die Kündigung erfolgt laut Nutzungsbedingungen direkt über die Plattform beziehungsweise über den Supportbereich. Wichtig ist dabei die angegebene Kündigungsfrist von 30 Tagen vor der automatischen Verlängerung der Premium-Mitgliedschaft. Wer kündigt, sollte unbedingt eine Bestätigung speichern und zusätzlich kontrollieren, ob wirklich keine weiteren Abbuchungen erfolgen.
Nach unseren Erfahrungen wirkt Pimpern69.de eher kritisch als vertrauenswürdig. Zwar konnten wir keine eindeutigen Hinweise auf klassische Moderatorenprofile finden, dennoch sorgen die oberflächlichen Accounts, die schnellen Nachrichten trotz leerem Profil und der Einsatz von KI-gestützter Nutzerbetreuung für Skepsis. Hinzu kommen die vergleichsweise hohen Kosten der automatisch verlängernden Premium-Abos. Wer die Plattform testen möchte, sollte zunächst vorsichtig bleiben, keine vorschnellen Zahlungen leisten und genau prüfen, ob hinter den Kontakten tatsächlich reale Personen stehen.
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