Unser Test von Lustoo.de zeigt mehrere deutliche Warnsignale. Die Plattform arbeitet mit einem Coin-System, bei dem Nutzer für Nachrichten echtes Geld bezahlen. Gleichzeitig existieren Hinweise auf den Einsatz von Fake-Profilen und ein Moderatoren-System, wodurch die Authentizität der Kontakte infrage gestellt wird. Ein technischer Nachweis liefert die öffentliche Brand-Config-API, in der der Parameter „fake_pool“:“shared“ hinterlegt ist. Dieser Wert deutet auf einen gemeinsamen Pool künstlicher oder moderierter Profile hin.
Zusätzlich bestätigt der Betreiber im FAQ-Bereich selbst, dass ein aktives Moderationsteam eingesetzt wird. Bereits unmittelbar nach der Registrierung erhielt unser Testprofil, obwohl kein Profilbild und kaum Informationen vorhanden waren, ein Like von „Melinda, 21“. Solche sofortigen Interaktionen gelten als typisches Merkmal entsprechender Systeme. Da jede Kontaktaufnahme kostenpflichtige Coins erfordert und kein abrufbarer AGB-Text vorhanden war, fällt die Bewertung insgesamt negativ aus.
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Die Plattform präsentiert sich unter dem Namen Lustoo.de o, während im Hintergrund sowie in der API mehrfach der Name LiebeDirekt erscheint. Das Design wirkt modern und setzt auf dunkle Farben mit pinken Akzenten. Bereits auf der Startseite werden zahlreiche Profilbilder angezeigt und mit kostenlosen Anmeldemöglichkeiten sowie echten Kontakten geworben. Zusätzlich erklärt der Betreiber im FAQ-Bereich:
„LiebeDirekt setzt auf verifizierte Profile und ein aktives Moderationsteam.“
Auffällig ist jedoch die Situation rund um die AGB. Der entsprechende Link im Footer führte während unseres Tests lediglich auf „Error“. Auch während der Registrierung war weder eine Zustimmungsbox noch ein funktionierender Verweis auf Nutzungsbedingungen vorhanden. Der Eintrag stellt einen technischen Hinweis auf den Einsatz geteilter Fake-Profile dar.
Nach der Registrierung gelangt man direkt in den Mitgliederbereich unter „browse“. Dort werden zahlreiche Profile mit Entfernungsangaben und Online-Status angezeigt. Die Profilbilder sind vollständig sichtbar und nicht verpixelt. Viele Mitgliederprofile verfügen zusätzlich über ein blaues Verifizierungssymbol. Zu den angezeigten Profilen gehören beispielsweise Wakawaka 29, Anna-Lara 21, Felicitas 32 oder Lisa 33. Zudem wird die Anzahl vorhandener Fotos angezeigt.
Besonders auffällig war, dass unser Testkonto unmittelbar nach der Anmeldung bereits zwei Benachrichtigungen erhielt. Ein sichtbares Like stammte von „Melinda, 21“, obwohl das Profil weder ein Foto noch vollständige Angaben enthielt. Gleichzeitig war kein aktiver Chat vorhanden. Nachrichten können ausschließlich über kostenpflichtige Coins versendet werden. Damit ist jede Kontaktaufnahme mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Anstelle eines klassischen Abonnements setzt Lustoo.de auf ein Coin-System. Die virtuelle Währung wird benötigt, um Nachrichten an andere Mitglieder zu versenden. Zum Testzeitpunkt kosteten 50 Coins 12,99 Euro. Für 100 Coins inklusive Bonus wurden 19,99 Euro verlangt. Das Paket mit 250 Coins lag bei 39,99 Euro. Größere Pakete reichten bis zu 5.050 Coins samt Bonus für 489,99 Euro.
Zusätzlich bietet die Plattform kostenpflichtige „Pokes“ an. Auch diese werden mit Coins bezahlt. Nach Angaben des Betreibers können bereits gekaufte Coins nach einer Kontolöschung nicht zurückerstattet werden. Als Zahlungsmöglichkeiten werden Kreditkarte, PayPal und Überweisung genannt. Wer seine E-Mail-Adresse bestätigt, erhält zudem 35 kostenlose Coins gutgeschrieben. Ein klassisches Abo-Modell konnten wir nicht feststellen. Dennoch können durch die kostenpflichtigen Nachrichten erhebliche Ausgaben entstehen.
LiebeDirekt LTD
Leoforos Cavo Greco 5296
Protaras
Zypern
Das Benutzerkonto kann jederzeit über die Profileinstellungen gelöscht werden. Alternativ ist eine Anfrage per E-Mail an [email protected] möglich. Laut Betreiber kann die Bearbeitung bis zu 24 Stunden dauern. Anschließend wird eine Bestätigung per E-Mail versendet. Mit der Löschung werden sämtliche Daten, Nachrichten und vorhandenen Coins dauerhaft entfernt. Bereits gekaufte Coins werden nicht erstattet. Da kein klassisches Abonnement existiert, ist keine separate Kündigung erforderlich.
Mehrere Punkte sprechen gegen die Seriosität von Lustoo.de. Der technische API-Eintrag „fake_pool“:“shared“, die Aussage des Betreibers über ein aktives Moderationsteam sowie das unmittelbar nach der Registrierung erhaltene Like deuten auf den Einsatz moderierter oder künstlicher Profile hin. Da Nachrichten nur gegen Bezahlung möglich sind, Coin-Pakete bis zu 489,99 Euro angeboten werden und gleichzeitig kein abrufbarer AGB-Text vorhanden war, sehen wir deutliche Risiken für Verbraucher. Aus unserer Sicht sollten Nutzer bei dieser Plattform vorsichtig sein. Unsere Empfehlung lautet daher, von einer Nutzung eher Abstand zu nehmen.
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